Verein der Südtiroler in NRW
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Südtiroler kochen in Köln am Rhein

Kochen in Köln


Wir haben getafelt am lustigen Ort!

Die Südtiroler in NRW


„Ich habe geliebet, nun lieb ich erst recht!

Erst war ich der Diener, nun bin ich der Knecht.

Ich habe gespeiset, nun speis ich erst gut

Bei heiterem Sinne, mit fröhlichem Blut.

Die Jugend verschlingt nur, dann sauset sie fort;

Ich liebe zu tafeln am lustigen Ort.

Ich habe getrunken, nun trink ich erst gern!

Der Wein, er erhöht uns, er macht uns zum Herrn.“


Diese Verse schrieb Johann Wolfgang Goethe 1813 in einem lustigen Gedicht unter dem Titel: „gewohnt, getan“.

So gut uns dies gefallen mag, so vertraut ist uns der Satz, mit dem zu allen Zeiten unzählige Menschen in das neue Jahr gegangen sind: „Ich werde von Stund an weniger essen und trinken!" Doch es ist auch bekannt, dass sehr bald schon und sehr oft kleinlaut eingestanden werden muss: „Ich habe wie im vergangenen Jahr mein Fastenversprechen leider nicht halten können!“

So oder so ähnlich erging es wohl auch einigen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim diesjährigen gemeinsamen Kochen der Südtirolerinnen und Südtiroler am 15. und 16. Januar in Köln. Bekümmert zwar, aber mit großem Lob für die Köchinnen und Köche konnte man an den Tischen sagen hören: „Die Suppe und die Knödel, der Braten, das Kraut und schließlich die Krapfen waren so vorzüglich, dass nur ein Narr auf eine Zugabe hätte verzichten können!“ Es hatte sich also wieder einmal der Spruch eines weisen Mannes bewahrheitet, dass „ein gutes Essen mehr ans Leben bindet als alle guten Vorsätze und klugen Argumente“.

Für den Verein der Südtiroler in Nordrhein-Westfalen jedenfalls war mit dem „Kochen im Schatten der Domtürme“ für 2010 in so guter Stimmung ein Anfang gemacht, dass zum Schluss Oscar Wilde zitiert werden darf: „Nach einem guten Essen ist man geneigt, allen zu verzeihen, sogar den eigenen Verwandten.“ oder ernsthafter Seneca: „Was wir essen und trinken, bekommt uns doppelt gut, wenn wir darauf achten, mit wem wir essen und trinken.“

Dies sei verbunden mit dem Dank an alle, die zum Gelingen beigetragen haben, und mit dem Dank an den Kath. Sozialverband IN VIA, dessen Küche in der Stolzestraße dem Verein der Südtiroler wieder an zwei Tagen zur Benutzung geöffnet wurde.

 

 

Friedrich Mader


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Letzte Aktualisierung: 05.05.2010

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