Verein der Südtiroler in NRW
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„Du unsere Mutter und Hohe Frau“ – Wallfahrt zur Gnadenmutter in Bruchhausen

und: „überall auf der Welt scheint die Sonne“

Eine leider abgebrochene Tradition auf der „Bundesebene“, nämlich eine Wallfahrt der Südtirolerinnen und Südtiroler hat der NRW-Verein in diesem September regional wieder aufleben lassen. Am 21. September trafen sich 22 Frauen und Männer in Unkel am Rhein, um sich betend und singend von dort zur Gnadenmutter in Bruchhausen auf den Pilgerweg zu begeben. Die Vereinsvorständler Erich Bachmann, Gerd Heinze und Paula Würzberger freuten sich besonders auch über die Teilnahme des Ehrenmitglieds Anni Jülich. Im Mittelpunkt dieses spirituellen Erlebnisses standen natürlich die pilgernden Südtirolerinnen und Südtiroler. Erich Bachmann hatte die Wallfahrt gemeinsam mit dem Diözesan-Referenten Heinz Müller vom Diözesan-Caritasverband Köln, der natürlich ebenfalls mit pilgerte und der auch die geistlichen „statios“ mit Gebet und Gesang während des Pilgerwegs und in der Kirche verantwortete, bestens organisiert.

Ein ‚steiniger’ Pilgerweg …

Ein zunächst aus dem Rheintal ansteigender und damit für die eine, oder den anderen doch auch beschwerlicher Pilgerweg führte dann über die Höhen oberhalb des Tales zur Pfarrkirche St. Johann Baptist, wo die Anbetung der Gnadenmutter eine jahrhundertealte Tradition hat. Die Pilger konnten der Muttergottes hier eine wuchtige Pilgerkerze stiften, die im Verlauf des kommenden Jahres für die Südtirolerinnen und Südtiroler, besonders aus dem NRW-Verein, aber auch „in der Welt“ weiterhin ihr Licht auf deren Gebetsanliegen werfen wird. Hier muss der Enkelin von Otti Henn ein ganz besonderer Dank ausgesprochen werden, die die Kerze in vielen Stunden mehr als kunstvoll beschriftet und mit dem Südtiroler Adler verziert hatte. Erich Bachmann formulierte die Fürbitten, für die Gemeinschaft, für die Ehen und Alleinstehenden, für sich in Krisen und von „Brüchen im Lebensweg“ betroffene, für die Trauernden und natürlich für die Verstorbenen. Eine andächtige und die Seele berührende spirituelle Tiefe lag über dem Geschehen. Besonders schön, als spontan der dortige Subsidiar, Pfr. Klaus Theis, der von der Jugendarbeit von vor mehr als 30 Jahren her eine besonderes Beziehung zu Heinz Müller hat, die Pilgergruppe nicht nur freundlich begrüßte, sondern auch die Geschichte der Pilgerstätte und deren Kunstschätze erläuterte, bevor er der Gruppe seinen Segen erteilte. Die Lieder „Wunderschön prächtige, hohe und mächtige, liebreich, holdselige, himmlische Frau …“und „Großer Gott wir loben dich …“, die aus voller Seele gesungen wurden, bildeten den Abschluss dieser zu Herzen gehenden Feier, die wesentlich mehr war, als eine „fromme Übung“.

Überall auf der Welt scheint die Sonne …

Anschließend ging es zum sehr guten Mittagessen im „Bruchhausener Hof“, zu dem der Vorstand seinen guten „Obolus“ dazu getan hatte. Ein buntes und lebendiges Gespräch entwickelte sich an der großen Tafel und die gut zwei Stunden reichten fast nicht aus.

„Gott sei Dank“ ging der Wanderweg über die Rheinhöhen weiter, bis zur Erpeler Ley, wo mit einem weiten Blick über den Rhein, Gottes Schöpfung in all ihren Dimensionen mit allen Sinnen aufgenommen werden konnte. „Überall auf der Welt scheint die Sonne ..“ erklang es dann auch aus den Kehlen der Südtiroler Wanderinnen und Wanderer. Marita Brunner und Gerd Heinze wurde gedankt, dass deren Rucksäcke just an diesem Punkt einige Flaschen „Magdalener“ hergaben. Bergab ging es nach Erpel, die „Pontons“ der berühmten „Brücke von Remagen“ im Auge, als warnendes Zeichen gegen Krieg und Gewalt, als Aufruf zum friedlichen Miteinander. In Erpel traf die Gruppe auf den prächtigen Blumenkorso anlässlich des Weinfestes, eher der Weg direkt am Rhein entlang nach Unkel zurück führte. Hier luden Kaffee und Kuchen und im Weinlokal „Zur Traube“ der Alleinunterhalter „Erwins One-man-Band“ zu weiteren gemütlichen Stunden in der Gemeinschaft ein. Besonders gedankt wurde Gisela, die drei mächtige „Unkeler Windbeutel“ mit viel Sahne beisteuerte, die Erich Bachmann mit viel Geschick und unter großer Gaudi in der Runde verteilte.

Am Ende des Tages war es einhelliges „Fazit“: der Vorstand wurde von vielen gebeten, diese Wallfahrt fortan in das Jahresprogramm fest aufzunehmen.

(Vorstand/Presse)

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Letzte Aktualisierung: 06.05.2010

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