Verein der Südtiroler in NRW
Geschichte!

Geschichte

Abwanderung aus Südtirol hat eine lange Geschichte.

Die brennenden sozialen Probleme führten schon im 19. Jahrhundert dazu, dass z.B. Kinder über die Alpen nach Deutschland geführt wurden, wo sie hart arbeiten mussten und wenn sie Glück hatten "an Kindes statt" bei Familien aufgenommen wurden. Die Eltern in Südtirol konnten sie bei kargem Auskommen und hoher Kinderzahl nicht ernähren. Dies brachte sehr viel Leid mit sich.
In der neueren Zeit gab es besonders am Ende des Zweiten Weltkrieges in Südtirol in allen Bereichen des wirtschaftlich-sozialen Lebens große Probleme, besonders in Bezug auf Arbeitsplätze, Ausbildung, Wohung, Familiengründung und soziale Sicherheit. Die faschistische Entnationalisierungspolitk hatte das soziale Gleichgewicht des Landes aufs schwerste gestört.
Zwei drittel der deutsch- und ladinischprachigen Bevölkerung waren in der Landwirtschaft tätig. Dies führte zu verdeckter Arbeitslosigkeit und Verarmung der bodenständigen Bevölkerung. So kam es bald zu einer besorgniserregenden Abwanderung junger Südtiroler besonders in die deutschsprachigen Länder Europas, aber auch weltweit.
Im Fastenhirtenbrief 1961 schrieb der Brixener Bischof Gargitter: "Als außerordentlich dringend erweist sich bei uns die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen und Verdienstmöglichkeiten, damit unsere Arbeitskräfte in der eigenen Heimat ihr Brot verdienen, eine Familie gründen und ein redliches Fortkommen finden. In diesem letztvergangenen Jahr aber hat plötzlich eine Lawine der Abwanderung junger Menschen eingesetzt...".
Das wirtschaftliche Aufblühen Südtirols, wie es heute bekannt ist, war zu diesem Zeitpunkt nicht abzusehen.
Letzte Aktualisierung: 11.01.2009

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