Verein der Südtiroler in NRW
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Theater, Konzert und Wallfahrt

Südtiroler in NRW 


Der Monat Juni hielt die Südtiroler in NRW ganz schön auf Trab und so heißt es, gleich von drei total verschiedenen Veran-staltungen zu berichten. Zuerst war die Kultur an der Reihe, dann wurde es besinnlich. Nach dem Besuch des bekannten „Hänneschen“- Theaters in Köln, dessen Vorstellungen auch nach 40 Jahren Aufenthalt im Rheinland immer noch die größte Aufmerksamkeit erfordern, erfreute uns Pfingstmontag das Bayer-Blasorchester mit einem äußerst gelungenen Konzert. Dem Ruf „Komm ein bisschen mit, nach Italien“ konnten überraschend viele Vereinsmitglieder nicht widerstehen und so ließ man sich im Erholungshaus in Leverkusen nur allzu gerne musikalisch zu einer Reise über den Brenner verführen.

Mitte Juni stand dann die alljährliche Wallfahrt auf dem Programm - dieses Jahr war wieder die tausendjährige Wallfahrtsstätte zu Ehren der Muttergottes in Bruchhausen am Rhein das Ziel der Pilger. Nach dem beschwerlichen Anstieg, den man singend und betend bewältigte, ging es dann ziemlich mühelos über das Plateau ins malerische Dörfchen Bruchhausen mit seinen vielen Fachwerkhäusern und der allseits bekannten Marienkirche. Dort wurde dann eine große Kerze zu Ehren der Muttergottes geopfert und so manches Gebet als Dank oder Sühne gesprochen. Auch der sehenswerte Totentanz – die Arbeit eines unbekannten Meisters der „Altkölner Malerschule“ - am Ausgang der Kirche regte zur Besinnung und Einkehr an. Nun war es Zeit für ein kräftiges Pilgermahl, denn Essen und Trinken halten bekanntlich Leib und Seele zusammen. Der Blick von der Erpeler Ley auf das Rheintal hatte nichts von seiner Anziehung verloren und machte den rasanten Abstieg erträglicher. In Erpel wurde der Weg den Rhein entlang im wahrsten Sinn des Wortes im Schweiße des Angesichtes nach Unkel fortgesetzt. Ein kurzer Aufenthalt in dem malerischen Städtchen am Rhein rundete den Tag ab und so konnten alle zufrieden den Weg mit der Bahn oder dem Auto nach Hause antreten. Schließlich hatte man etwas für das Seelenheil getan und den einen oder anderen Ablass gewonnen.
Egon Santer


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Letzte Aktualisierung: 23.06.2017

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