Verein der Südtiroler in NRW
Niederdorf!

Wasserfälle, Seilbahn und Bergwerk

Kultur- und Wanderfahrt nach Niederdorf

Statt wie üblich Herbstfest und Törggelen im Brunosaal in Köln zu feiern, starteten die Südtiroler in NRW zu einer einwöchigen Kultur- und Wanderfahrt nach Niederdorf ins Pustertal.  Ausgangspunkt der Tour war zum wiederholten Mal das Hotel „Weiherbad“ – vielen bestens bekannt durch die Winterbegegnungswoche des Verbandes. Gastwirtin Monika und ihr charmantes Team ließen wiederum keine Wünsche offen und sorgten für beste Verpflegung und eine angenehme Atmosphäre. Während der Woche wurde viel Bahn gefahren, denn fast an jedem Tag war man mit irgendeiner Bahn unterwegs. Nach der Besichtigung von Burg Taufers und der drei Wasserfälle in Rein ging es mit einer sogenannten Fly-Line zurück ins Tal. Das Schweben wie ein Vogel in Baumwipfelhöhe war für den Einen ein willkommener Nervenkitzel, stellte aber für den Anderen eine ziemliche Herausforderung dar. Am zweiten Tag brachte uns die Seilbahn auf den Ritten nach Oberbozen und von dort ging es mit der historischen Schmalspurbahn nach Klobenstein.  Die berühmten Erdpyramiden bei Lengmoos mussten allerdings zu Fuß erkundet werden. Am Mittwoch ging es mit der normalen „Pusterer Bahn“ entweder zum Wochenmarkt nach Bruneck oder zum Bauernmarkt nach Innichen. Der Donnerstag war bahnfrei – da stand die Umrundung der Drei Zinnen auf dem Programm – entweder schweißtreibend vom Fischleintal aus oder etwas bequemer von der Auronzohütte. Zum Abschluss ging es wieder ins Ahrntal nach Prettau und auch dort stand eine Bahn im Mittelpunkt. Sie brachte uns einen Kilometer in den Berg hinein, um dort bei einem Rundgang 500 Jahre Geschichte des Bergbaus und des Kupferabbaus zu erleben.

Kultureller Höhepunkt der Fahrt war die Führung von Kanonikus Johannes Messner durch den Brixner Dom und den angrenzenden Kreuzgang sowie das Ave-Maria gesungen von unserem Freund Alessandro Mosna.



Selbstverständlich kam die Geselligkeit auch nicht zu kurz. Getörggelt wurde im Gasthof „Kaltenhauser“ in Raas bei Brixen und auch der unvermeidliche Tiroler Abend im „Weiherbad“ brachte die Kehlen zum Schwingen und die müden Beine in Bewegung.
Die Tage im Pustertal vergingen wie im Fluge und alle kehrten mit einem Rucksack voll Erinnerungen und überwältigender Eindrücke zurück ins Rheinland - mit dem Bus, nicht per Bahn.

Der Dank für die einmalige Woche galt vor allen Dingen dem ersten Vorsitzenden Gerd Heinze, der auch diesmal ein abwechslungsreiches und ausgewogenes Programm auf die Beine gestellt hatte. Wiederholung nicht ausgeschlossen!

(Egon Santer)

Am Rande bemerkt: Diesmal durfte ich – der eingefleischte Vinschger – nach meinem fünften Besuch in kurzer Zeit ohne Visum ins Pustertal einreisen.  

Letzte Aktualisierung: 06. November 2019
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